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Glossar & Ratgeber

Glossar & Ratgeber für Lehrkräfte

Verständliche, zitierfähige Antworten zu den Begriffen rund um Korrektur und Bewertung: Was ist eine Inhaltsangabe? Was gehört in eine Rubrik? Was verlangt die DSGVO in der Schule? Jede Antwort trägt einen Belegt-/Offen-Hinweis; nichts wird erfunden.

Textsorten der Grundschule

Die häufigsten schriftlichen Textsorten, die in Klassenarbeiten der Grundschule und der frühen Sekundarstufe I bewertet werden, kurz erklärt.

Inhaltsangabe

Was ist eine Inhaltsangabe und worauf kommt es an?

Stell dir vor, ein Kind soll einem Freund in der Pause erzählen, worum es in einem Buch geht: knapp, sachlich, in eigenen Worten, ohne die Handlung nachzuspielen. Genau das ist die Inhaltsangabe. Sie bleibt im Präsens, hält die Reihenfolge ein und verzichtet auf wörtliche Rede und eigene Meinung. Bewertet werden meist Vollständigkeit, richtige Zeitform und die eigene, sachliche Sprache.

Das genaue Gewicht der Kriterien legt am Ende deine Schule beziehungsweise der Lehrplan fest.

Siehe auch: Nacherzählung, Erzählung

Erzählung

Was macht eine gute Erzählung in der Grundschule aus?

Eine Erzählung nimmt den Leser mit auf ein Erlebnis oder in eine erfundene Geschichte und baut dabei Spannung auf: erst eine Einleitung, dann der Höhepunkt, an dem man mitfiebert, und ein runder Schluss. Lebendige Wörter, wörtliche Rede und ein roter Faden machen sie anschaulich. Anders als Bericht oder Inhaltsangabe darf sie ausschmücken und darf ruhig packend sein.

Welche Kriterien wie stark zählen, legt die Lehrkraft in ihrer Rubrik fest.

Siehe auch: Bericht, Nacherzählung, Bildergeschichte, Reizwortgeschichte

Bericht

Wie unterscheidet sich ein Bericht von einer Erzählung?

Der Bericht ist der nüchterne Kollege der Erzählung: Er informiert sachlich und knapp über ein Ereignis und beantwortet die W-Fragen: wer, was, wann, wo, wie, warum. Er steht in der Vergangenheit, hält die zeitliche Reihenfolge ein und lässt Spannung, Ausschmückung und persönliche Meinung weg. Man denke an einen Zeitungs- oder Unfallbericht: Fakten statt Gefühl.

Siehe auch: Erzählung, Steckbrief

Diktat

Was wird bei einem Diktat bewertet?

Beim Diktat liest die Lehrkraft einen Text vor, den die Kinder möglichst fehlerfrei aufschreiben: geprüft wird die Sicherheit in Rechtschreibung und Zeichensetzung. Gezählt werden üblicherweise Anzahl und Art der Fehler, wobei ein Rechtschreibfehler oft anders gewichtet wird als ein vergessenes Komma. Wie streng gezählt wird, legt am Ende deine Schule beziehungsweise die jeweilige Vereinbarung fest.

Beschreibung

Was ist eine Beschreibung und welche Arten gibt es?

Bei der Beschreibung malt das Kind mit Worten ein genaues Bild, sodass sich der Leser die Sache vorstellen kann, ohne sie zu sehen: sachlich, geordnet und im Präsens. Je nach Thema gibt es viele Spielarten: Gegenstands-, Personen-, Tier-, Vorgangs-, Weg- und Bildbeschreibung. Eine Vorgangsbeschreibung erklärt Schritt für Schritt, etwa ein Rezept, eine Wegbeschreibung führt sicher von A nach B.

Siehe auch: Steckbrief, Bericht

Nacherzählung

Worin unterscheiden sich Inhaltsangabe und Nacherzählung?

Beide geben einen Text wieder, aber mit anderem Ton. Die Nacherzählung erzählt eine gehörte oder gelesene Geschichte mit eigenen Worten lebendig nach: sie behält Spannung und Reihenfolge, meist in der Vergangenheit, und darf ruhig anschaulich sein. Die Inhaltsangabe dagegen fasst nur knapp und sachlich im Präsens zusammen. Kurz: Nacherzählung will unterhalten, Inhaltsangabe will informieren.

Siehe auch: Inhaltsangabe, Erzählung, Märchen

Bildergeschichte

Was ist eine Bildergeschichte?

Bei der Bildergeschichte bekommt das Kind eine Reihe von Bildern, oft einen Comic ohne Worte, und macht daraus eine zusammenhängende, spannende Geschichte. Die Bilder geben Reihenfolge und wichtigste Ereignisse vor, den Rest füllt die Fantasie: Namen, Gefühle, wörtliche Rede. Bewertet wird oft, ob alle Bilder sinnvoll verknüpft sind und ob ein roter Faden entsteht.

Siehe auch: Erzählung, Reizwortgeschichte

Reizwortgeschichte

Was ist eine Reizwortgeschichte?

Hier bekommt das Kind eine Handvoll vorgegebener Reizwörter, etwa Hund, Gewitter und Schlüssel, und muss daraus eine Geschichte spinnen, in der alle Wörter sinnvoll vorkommen. Die Reizwörter sind der Funke für die Fantasie und geben zugleich einen Rahmen. Wie bei jeder Erzählung zählen Aufbau, Spannung und ein roter Faden, der die Wörter natürlich verbindet.

Siehe auch: Erzählung, Bildergeschichte

Steckbrief

Was gehört in einen Steckbrief?

Der Steckbrief ist die Kurzform der Beschreibung: eine übersichtliche Sammlung der wichtigsten Merkmale, oft in Stichpunkten statt in ganzen Sätzen. Zu einer Person, einem Tier oder einer Figur werden Dinge wie Name, Aussehen, Größe, Besonderheiten und Vorlieben geordnet aufgelistet. Man kennt das von Tierlexikon-Karten oder dem klassischen Freundebuch: schnell erfassbar und auf das Wesentliche gebracht.

Siehe auch: Beschreibung

Brief

Was ist der Unterschied zwischen einem persönlichen und einem offiziellen Brief?

Beim Brief kommt es auf den Empfänger an. Ein persönlicher Brief an Oma oder eine Freundin darf herzlich und locker sein, mit einer Anrede wie Liebe Oma und lockerem Ton. Ein offizieller Brief, etwa an eine Schule oder einen Verein, bleibt höflich und sachlich, mit fester Form: Absender, Datum, Betreff, Anrede mit Sie und Grußformel. Beide brauchen eine klare Ordnung.

Siehe auch: Stellungnahme

Stellungnahme

Was ist eine Stellungnahme oder Erörterung?

Bei der Stellungnahme bezieht das Kind begründet Position zu einer Frage, etwa ob Handys in der Schule erlaubt sein sollten. Statt nur zu erzählen, sammelt man Argumente, stützt sie mit Beispielen und ordnet sie sinnvoll. In der weiterführenden Schule wächst daraus die Erörterung, die auch die Gegenseite abwägt. Ziel ist ein überzeugender, nachvollziehbarer Standpunkt.

Diese Form kommt vor allem in der weiterführenden Schule dazu und baut auf dem Argumentieren der Grundschule auf.

Siehe auch: Brief

Fabel

Was ist typisch für eine Fabel?

In der Fabel handeln Tiere wie Menschen: der schlaue Fuchs, der stolze Rabe, die fleißige Ameise. Jedes Tier steht für eine Eigenschaft, und am Ende steckt eine Lehre oder Moral, die man auf das echte Leben übertragen kann. Die Geschichten sind kurz und pointiert. Im Unterricht schreiben Kinder Fabeln oft nach oder erfinden zu einer Moral eine eigene.

Siehe auch: Märchen

Märchen

Woran erkennt man ein Märchen?

Märchen beginnen mit Es war einmal und enden oft mit und wenn sie nicht gestorben sind. Dazwischen ist alles möglich: sprechende Tiere, Hexen, Zauber und die Zahl Drei, die immer wieder auftaucht. Gut und Böse sind klar verteilt, und am Ende siegt meist das Gute. Kinder schreiben eigene Märchen oder erzählen bekannte nach und nutzen dabei diese vertrauten Bausteine.

Siehe auch: Fabel, Nacherzählung

Gedicht

Was macht ein Gedicht aus, und was ist ein Elfchen?

Ein Gedicht spielt mit Sprache: mit Reim, Rhythmus und Bildern, geordnet in Verszeilen und Strophen statt in Fließtext. In der Grundschule sind kleine Formen beliebt, allen voran das Elfchen: elf Wörter, auf fünf Zeilen verteilt (1, 2, 3, 4, 1). Solche festen Baupläne nehmen die Angst vor dem leeren Blatt und machen Dichten spielerisch.

Siehe auch: Märchen

Korrektur & Bewertung: Grundbegriffe

Wie eine nachvollziehbare Bewertung entsteht, und wie Laura dabei assistiert, ohne die Entscheidung zu übernehmen.

Rubrik (Bewertungsraster)

Was ist eine Rubrik und warum hilft sie beim Korrigieren?

Eine Rubrik ist ein strukturiertes Bewertungsraster: Sie legt pro Kriterium (z. B. Inhalt, Aufbau, Sprache) fest, was wie viele Punkte bringt. Rubriken machen Bewertungen konsistent über den ganzen Klassensatz und für Kinder wie Eltern nachvollziehbar. In Laura ist die Rubrik frei konfigurierbar.

Laura bindet jeden Vorschlag an die hinterlegten Rubrik-Kriterien (siehe Review-/Rubrik-Modul).

Siehe auch: Bewertungsmatrix, Erwartungshorizont

Bewertungsmatrix

Ist eine Bewertungsmatrix dasselbe wie eine Rubrik?

Weitgehend ja: „Bewertungsmatrix“ ist der in der Berliner Schulpraxis gebräuchliche Begriff für ein kriteriengestütztes Bewertungsraster. In Laura können verbindliche, schulweit gesetzte Rubriken gesperrt werden, damit alle Lehrkräfte nach demselben Maßstab bewerten.

Begriffsgebrauch variiert je Bundesland; die Sperr-Funktion (school_mandatory) ist Laura-Produktlogik.

Siehe auch: Rubrik (Bewertungsraster)

Erwartungshorizont

Was ist ein Erwartungshorizont?

Ein Erwartungshorizont beschreibt vorab, welche inhaltlichen Punkte eine Aufgabe erfüllen soll, die „Musterlösung“ für die Bewertung. Er macht objektive Teilaufgaben fair vergleichbar; bei Ermessensaufgaben (z. B. Aufsatz) bleibt zusätzlich pädagogischer Spielraum.

Notenschlüssel

Wie werden Punkte in Noten umgerechnet?

Ein Notenschlüssel ordnet Punktzahlen Noten zu (z. B. Note 1 ab einem bestimmten Prozentsatz). In den meisten Bundesländern ist er nicht landeseinheitlich per Prozent verbindlich, sondern wird schul- oder lehrkraftbezogen festgelegt. Laura rechnet transparent nach dem offengelegten Schlüssel um, als Vorschlag, nicht als gesetzte Note.

Prozent-Grenzen sind Richtwerte; im Probenkopf/schulintern zu belegen.

Korrekturzeichen

Welche Korrekturzeichen nutzt Laura?

Korrekturzeichen sind die üblichen Randnotationen der Lehrkraft (z. B. R für Rechtschreibung, Z für Zeichensetzung, A für Ausdruck). Laura unterstützt eine konfigurierbare Liste und setzt sie im Inline-Overlay an die belegte Stelle; welche Zeichen gelten, bleibt Sache der Lehrkraft bzw. Schule.

Konkrete Zeichensätze variieren je Schule/Bundesland; in Laura konfigurierbar (siehe Font-/Overlay-Doku).

Siehe auch: Inline-Korrektur-Overlay

Evidence Layer

Was bedeutet „Evidence Layer“ bei Laura?

Der Evidence Layer ist die Beleg-Schicht: Zu jedem Bewertungsvorschlag zeigt Laura die belegende Stelle und den Original-Ausschnitt aus dem Heft. So bleibt sichtbar, worauf sich ein Vorschlag stützt; die Bewertung stützt sich auf Belege, nicht auf ein Bauchgefühl.

Kernprinzip von Laura: OCR/HTR liefert Evidenz, keine Wahrheit.

Siehe auch: Evidence Card

Evidence Card

Was zeigt eine Evidence Card in der Review-Ansicht?

Die Evidence Card ist die UI-Karte, die pro Bewertungs-Kriterium fünf Schichten zusammenführt: Evidenz, Interpretation, Vorschlag, Entscheidung und Audit. Sie macht sichtbar, warum ein Vorschlag entsteht, und verhindert eine reine „Bauchgefühl-Bewertung“.

Siehe auch: Evidence Layer

Konfidenz-Ampel

Was bedeuten die Farben grün, gelb, rot und schwarz?

Die Konfidenz-Ampel zeigt, wie sicher sich die Handschrifterkennung an einer Stelle ist: grün heißt sicher, gelb bittet um einen zweiten Blick, rot verlangt eine Prüfung und schwarz steht für unleserlich. Unsichere Stellen landen in einer geführten Prüf-Ansicht und werden nie still geraten. So sieht die Lehrkraft auf einen Blick, wo sie genauer hinschauen sollte. Schwarz ist dabei keine vierte Stufe derselben Skala, sondern eine andere Aussage: hier ist nichts zu lesen. Das ist keine besonders große Unsicherheit, sondern die Weigerung zu raten. Deshalb steht neben jeder Farbe immer auch ein Wort.

Wie eine Ampel im Straßenverkehr: bei Grün darf man durch, bei Gelb schaut man noch einmal hin, bei Rot wird gehalten und geprüft.

Siehe auch: Konfidenz-Klasse, Prüf-Warteschlange

Konfidenz-Klasse

Was steckt technisch hinter der farbigen Ampel?

Hinter jeder Ampelfarbe steht eine Einstufung, wie sicher ein einzelnes Wort erkannt wurde: sicher, unsicher, kritisch oder unleserlich. Diese Einstufung entscheidet, ob ein Wort zur Prüfung vorgelegt wird und ob Laura daraus für die Handschrift dazulernen darf. Sie ist gewissermaßen das Fundament, aus dem die sichtbare Ampelfarbe entsteht.

Vier Stufen von „sicher erkannt“ bis „unleserlich“: sie steuern, was geprüft werden muss.

Siehe auch: Konfidenz-Ampel, Konfidenz-Kaskade (4 Stufen)

Prüf-Warteschlange

Warum legt Laura nicht jedes Wort zur Prüfung vor?

Laura schiebt dir nicht jedes einzelne Wort noch einmal auf den Tisch. Was sie sicher gelesen hat, winkt sie durch; nur die wackligen Stellen, das gelb oder rot Markierte, wandern in eine kleine Warteschlange. So arbeitest du gezielt die paar Zweifelsfälle ab, statt sauber erkannten Text ein zweites Mal zu lesen. Und was du dort entscheidest, merkt sich Laura für das nächste Mal.

Siehe auch: Die Lehrkraft entscheidet, Korrektur-Entscheidung (Edit)

Review-Pflicht

Welche Stellen muss die Lehrkraft vor der Note prüfen?

Vor der Final-Note prüft die Lehrkraft alle roten und schwarzen Tokens sowie gelbe Tokens mit niedriger Durchschnitts-Konfidenz. So ist ausgeschlossen, dass eine unsichere Erkennung ungeprüft in die Bewertung fließt.

Siehe auch: Prüf-Warteschlange

Die Lehrkraft entscheidet

Vergibt Laura Noten automatisch?

Nein, niemals von allein. Laura macht Vorschläge und zeigt dir offen, wo sie sich sicher ist und wo nicht: aber die Note vergibst am Ende du. Kein Ergebnis rutscht ungefragt durch. Jeder deiner Handgriffe wird sauber festgehalten, sodass später nachvollziehbar bleibt, wer was entschieden hat. Und genau aus diesen bewussten Entscheidungen lernt Laura weiter, nicht aus eigenen Vermutungen.

Das ist das Herzstück und nicht verhandelbar: Keine Note und kein Zeugnis entsteht per Knopfdruck.

Siehe auch: Prüf-Warteschlange, Entscheidungsart

Human-in-the-Loop

Was heißt „Human-in-the-Loop“ bei Laura?

Human-in-the-Loop bedeutet: Jede pädagogisch relevante Entscheidung wird von einer Lehrkraft bestätigt, bevor sie gilt. Die KI übernimmt Vorarbeit und Vorschläge, aber der Mensch bleibt im Entscheidungs-Kreislauf; Laura schlägt vor, die Lehrkraft entscheidet.

Siehe auch: Die Lehrkraft entscheidet

Proposal (Bewertungsvorschlag)

Was ist ein Proposal in Laura?

Ein Proposal ist Lauras Bewertungs-Vorschlag, bevor die Lehrkraft entscheidet, samt Konfidenz und der Kennzeichnung, dass er von der KI stammt. Ein Proposal ist nie eine gesetzte Note, sondern der Ausgangspunkt für die Lehrer-Entscheidung.

Siehe auch: Entscheidungsart

Override (Teacher Override)

Kann die Lehrkraft einen Laura-Vorschlag außer Kraft setzen?

Ja. Beim Override setzt die Lehrkraft einen Vorschlag aktiv außer Kraft und ersetzt ihn durch die eigene Entscheidung, mit Begründung. Der Vorgang bleibt im Audit-Trail nachvollziehbar, sodass klar dokumentiert ist, wer wann was geändert hat.

Siehe auch: Nachvollziehbare Spur, Teacher Override

Teacher Override

Was ist ein Teacher Override?

„Teacher Override“ ist die Lehrkraft-Sicht auf das Override: die bewusste Korrektur oder Ablehnung eines KI-Vorschlags durch die verantwortliche Lehrkraft. Es ist der Mechanismus, der das Kernprinzip „die Lehrkraft entscheidet“ im Arbeitsalltag umsetzt.

Siehe auch: Override (Teacher Override)

No-Surprises-PDF

Was ist am Feedback-PDF von Laura besonders?

Das No-Surprises-PDF entsteht erst, nachdem die Lehrkraft alle Vorschläge bestätigt, korrigiert oder verworfen hat. Es enthält genau die freigegebenen Entscheidungen, keine stillen Automatik-Änderungen. Teilleistungen werden transparent ausgewiesen.

Siehe auch: XMP-Freigabe-Metadaten

Zeugnis-Modul

Wie unterstützt Laura beim Formulieren von Zeugnissen?

Das Zeugnis-Modul schlägt Formulierungen aus belegten Evidence-Cards vor, nicht aus einem freien Prompt. Die Lehrkraft kann jeden Vorschlag bearbeiten oder ablehnen. So bleiben Zeugnis-Sätze an dokumentierte Leistungen gebunden statt frei generiert.

Konzept-/Modulbeschreibung; Formulierungen sind stets Vorschlag, die Lehrkraft entscheidet.

Siehe auch: Evidence Card

Nachteilsausgleich und Notenschutz (LRS)

Wie geht Laura mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) um?

Bei einer Lese-Rechtschreib-Schwäche gibt es zwei Hebel. Der Nachteilsausgleich passt nur die Bedingungen an, etwa mehr Zeit oder größere Schrift, während die Anforderung dieselbe bleibt. Der Notenschutz geht weiter und passt die Bewertung selbst an, etwa wenn Rechtschreibfehler weniger zählen. In Laura ist das ein hinterlegtes Profil, das nur wirkt, wenn Lehrkraft oder Schule es aktiv setzt, nie von allein. Was erlaubt ist, legt am Ende deine Schule fest.

Ob und wie weit Notenschutz gilt, ist von Land zu Land verschieden: die Vorgaben deiner Schule sind maßgeblich.

Siehe auch: Bewertungshoheit (Regel-Hierarchie), Die Lehrkraft entscheidet

Bewertungshoheit (Regel-Hierarchie)

Wer bestimmt eigentlich, wie bewertet wird?

Bewertungsregeln entstehen wie in einer Kette von oben nach unten. Der Bund gibt nur einen groben Rahmen als Empfehlung. Das Bundesland macht daraus verbindliche Vorgaben, die von Land zu Land verschieden sind. Die Schule füllt sie aus, die Fachgruppe wird konkreter, und ganz vorne steht die Lehrkraft, die für das einzelne Kind entscheidet. Jede Ebene schärft die darüberliegende nach, und im begründeten Einzelfall darf abgewichen werden.

Laura hält penibel fest, wer wann welche Regel gesetzt oder abweichend entschieden hat, sodass jede Abweichung nachvollziehbar bleibt.

Siehe auch: Nachteilsausgleich und Notenschutz (LRS), Die Lehrkraft entscheidet, Override (Teacher Override)

Datenschutz (DSGVO) für Lehrkräfte

Die wichtigsten Datenschutz-Begriffe rund um digitale Korrektur, verständlich erklärt.

Allgemeine Einordnung, kein Rechtsrat. Verbindliche Auskunft geben die Datenschutzbeauftragten deiner Schule bzw. deines Trägers.

Auftragsverarbeitung (AVV)

Wann braucht eine Schule einen Auftragsverarbeitungsvertrag?

Verarbeitet ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag der Schule, verlangt die DSGVO einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Er regelt Zweck, Umfang, Sicherheit und Löschung der Daten. Er ist die Grundlage dafür, dass die Schule datenschutzrechtlich verantwortlich bleibt.

Art. 28 DSGVO. EN: Data Processing Agreement (DPA).

Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA)

Wann ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig?

Eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA) prüft vorab die Risiken einer Verarbeitung für die Betroffenen. Bei systematischer Verarbeitung von Kinderdaten ist sie regelmäßig Pflicht. Sie dokumentiert Risiken und Schutzmaßnahmen, bevor ein Verfahren startet.

Art. 35 DSGVO. Ob im Einzelfall Pflicht, klärt der schulische DSB.

Lösch- & Aufbewahrungsprotokoll

Wie belegt Laura, dass Daten fristgerecht gelöscht werden?

Lösch- und Aufbewahrungs-Ereignisse werden protokolliert, sodass nachweisbar ist, wann welche Daten gelöscht oder aufbewahrt wurden. Das stützt das Recht auf Löschung und ein prüfbares Retention-Konzept.

Bezug: Art. 17 DSGVO (Recht auf Löschung); protokolliert in einer dedizierten Tabelle.

DSGVO

Was bedeutet es konkret, dass Laura nach DSGVO gebaut ist?

Die DSGVO ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung. Bei Laura ist der sichere Weg der Standard: Verarbeitet wird zuerst lokal, eine Verarbeitung in der Cloud ist bewusst zuzuschalten und nur mit Rechtsgrundlage möglich, mit Protokoll. Gespeicherte Daten bleiben auf Servern in Europa. Datenschutz ist bei Laura also die Voreinstellung, nicht ein nachträglich gesetztes Häkchen.

Für Eltern gedacht: Datenschutz ist bei Laura die Voreinstellung, kein später gesetztes Häkchen.

Siehe auch: Local-first-Verarbeitung

Einwilligung

Wann ist eine Einwilligung der Eltern nötig?

Eine Einwilligung ist eine mögliche Rechtsgrundlage für Verarbeitungen, die nicht schon durch Schulrecht gedeckt sind, etwa Cloud-Verarbeitung besonders sensibler Daten. Sie muss freiwillig, informiert und widerrufbar sein. Welche Grundlage greift, klärt die Schule bzw. der DSB.

Art. 6 und Art. 9 DSGVO; kein Rechtsrat; schulische Prüfung nötig.

Siehe auch: Consent Gate

Pseudonymisierung

Was ist der Unterschied zwischen Pseudonymisierung und Anonymisierung?

Bei der Pseudonymisierung werden Klarnamen durch Kennungen ersetzt; die Zuordnung bleibt getrennt gespeichert und ist nur mit Zusatzwissen auflösbar. Anonymisierte Daten lassen dagegen keinen Personenbezug mehr zu. Laura hält das Klarnamen-Mapping lokal und verschlüsselt getrennt.

Art. 4 Nr. 5 DSGVO; Umsetzung in Laura: Cloud sieht nur Pseudonym-IDs.

Technische & organisatorische Maßnahmen (TOM)

Was sind TOM im Datenschutz?

TOM sind die konkreten Schutzmaßnahmen für personenbezogene Daten: z. B. Verschlüsselung, Zugriffskontrolle, Protokollierung und Löschkonzepte. Sie belegen, dass Daten angemessen gesichert sind, und gehören zum Datenschutz-Nachweis einer Schule.

Art. 32 DSGVO.

Local-first-Verarbeitung

Bleiben die Schülerdaten auf dem Gerät der Lehrkraft?

Local-first bedeutet: Voreingestellt verlässt nichts dein System. Eine Verarbeitung außerhalb ist kein Standard, sondern eine Entscheidung, die du triffst: kontrolliert auf europäischen Servern oder, nur mit Rechtsgrundlage, über Cloud-Dienste. Ein unbekannter oder nicht gesetzter Modus lädt nichts hoch, sondern bricht ab. Was dauerhaft gespeichert wird, liegt auf Servern in Europa.

Für Eltern: Voreingestellt bleiben die Arbeiten im System der Schule. Geht doch etwas nach außen, dann nur, weil die Schule diesen Weg bewusst gewählt hat, und der Name des Kindes bleibt dabei lokal: nach draußen geht nur eine Kennung.

Siehe auch: Verarbeitungs-Modus, DSGVO

Row-Level Security (RLS)

Wie verhindert Laura, dass Schulen fremde Daten sehen?

Row-Level Security ist ein Datenbank-Mechanismus, der jede Zeile an ihren Mandanten bindet: Eine Lehrkraft sieht nur Daten ihrer Schule. Cross-Tenant-Zugriff ist technisch ausgeschlossen. Bei Laura ist RLS auf jeder Tabelle Pflicht.

RLS auf jeder Tabelle; school_id als Tenant-Grenze.

Siehe auch: Mandantenfähigkeit (Multi-Tenancy), Tenant (Mandant)

Mandantenfähigkeit (Multi-Tenancy)

Wie sind mehrere Schulen in einem System getrennt?

Mandantenfähigkeit heißt: Mehrere Schulen bzw. Träger teilen sich eine Instanz, sind aber durch Row-Level Security strikt getrennt; Cross-Tenant-Zugriff ist by design ausgeschlossen. Laura läuft auf europäischen Servern, und jede Schule bleibt in ihrem eigenen, verschlossenen Bereich.

Für Eltern: getrennte, verschlossene Aktenschränke im selben Gebäude.

Siehe auch: Row-Level Security (RLS), Tenant (Mandant)

Tenant (Mandant)

Was ist ein Tenant?

Ein Tenant ist eine isolierte Schul- oder Träger-Einheit innerhalb der Mandantenfähigkeit. Er ist die Grenze, an der Row-Level Security greift: Daten eines Tenants sind für andere Tenants technisch unsichtbar.

Siehe auch: Mandantenfähigkeit (Multi-Tenancy), Row-Level Security (RLS)

Verarbeitungs-Modus

Wo werden die Klausuren verarbeitet?

Der Verarbeitungs-Modus legt fest, wo eine Aufgabe bearbeitet wird: vom lokalen Standard direkt auf dem Gerät über eine kontrollierte Verarbeitung auf europäischen Servern bis hin zu Cloud-Wegen, die nur mit Rechtsgrundlage und ausdrücklich freigeschaltet erlaubt sind. Eine stille Verlagerung in die Cloud gibt es nicht, jeder Schritt nach draußen ist eine bewusste Entscheidung.

Gestufte Wege, immer zuerst lokal; welche Wege eine Schule überhaupt erlaubt, legt sie beim Einrichten fest.

Siehe auch: Local-first-Verarbeitung, Kill-Switch

Kill-Switch

Kann eine Schule einzelne KI-Funktionen abschalten?

Ein Kill-Switch ist ein Schalter, der ein ganzes Modul (z. B. Cloud-OCR oder Audio) komplett deaktiviert. So kann eine Schule beim Einrichten festlegen, welche Verarbeitungswege überhaupt erlaubt sind; abgeschaltete Funktionen laufen gar nicht erst an.

Siehe auch: Verarbeitungs-Modus

Umgang mit externen KI-Modellen

Gehen echte Schülerdaten an externe KI-Anbieter?

Nein. Externe Modell-Quellen werden nur auf ausdrücklich geregelten, anonymisierten Wegen genutzt; echte Schülertexte gehen nie an öffentliche Modell-Plattformen. Der erlaubte Weg ist klar festgelegt, statt stillschweigend angenommen zu werden. So bleibt kontrollierbar, was überhaupt das Haus verlässt, und in welcher Form.

Für Eltern: kein Schülertext wird ungefragt an fremde KI-Dienste weitergereicht.

KI, OCR & Technik hinter Laura

Die Bausteine, die aus einem Foto der Klausur einen belegten, auditierbaren Korrekturvorschlag machen, vom OCR-Token bis zur Hash-Chain.

OCR / HTR (Texterkennung)

Wie erkennt Laura handschriftlichen Text?

OCR (bei Handschrift: HTR) wandelt Bildinhalt in Text um. Laura fährt mehrere Erkenner parallel, lokale Strecken zuerst, ein Cloud-Fallback nur mit Consent, und gleicht sie ab, statt sich auf einen einzigen Erkenner zu verlassen. Das Ergebnis ist Evidenz, keine gesetzte Wahrheit.

Konkrete Modelle können sich ändern; das Glossar beschreibt bewusst das Mehr-Erkenner-Prinzip.

Siehe auch: Tokens (OCR-Tokens), Konfidenz-Kaskade (4 Stufen), Evidence Layer

Tokens (OCR-Tokens)

Was ist ein OCR-Token?

Ein Token ist die Einzelwort-Repräsentation des Erkennungs-Ergebnisses: der erkannte Text plus seine Position im Bild (Bounding Box), seine Konfidenz und seine Konfidenz-Klasse. Tokens sind die kleinste Einheit, an der Laura Belege, Vorschläge und Entscheidungen aufhängt.

Siehe auch: OCR / HTR (Texterkennung), Konfidenz-Klasse

Konfidenz-Kaskade (4 Stufen)

Wie entscheidet Laura, ob Cloud-KI nötig ist?

Die Konfidenz-Kaskade arbeitet in vier Stufen: Zuerst laufen zwei lokale, kostenlose Erkenner und gleichen ihr Ergebnis ab. Sind sie sich sicher genug einig, ist die Klausur gratis und lokal fertig. Nur die strittigen Stellen gehen an zwei unabhängige Cloud-Prozesse und werden erneut abgeglichen. Was danach unsicher bleibt, wird nicht geraten, sondern der Lehrkraft vorgelegt.

Erst gratis und lokal, Cloud nur für die wenigen Zweifelsfälle, und nur, wenn die Schule das erlaubt.

Siehe auch: Konfidenz-Klasse, Konfidenz-Ampel

Assessment Object Model (AOM)

Was ist das Assessment Object Model?

Das AOM ist Lauras generisches Datenmodell: Assessment → Submission → Evidence → Proposal → Decision → Output. Es ist bewusst nicht Deutsch-spezifisch, damit sich weitere Fächer anschließen lassen. Es ist der Bauplan, entlang dessen jede Aufgabe Schritt für Schritt verarbeitet und dokumentiert wird.

Siehe auch: Submission (Abgabe), Proposal (Bewertungsvorschlag)

Submission (Abgabe)

Was ist eine Submission?

Eine Submission ist die Abgabe genau einer Schülerin bzw. eines Schülers zu einem Assessment, die zweite Ebene im Datenmodell. An ihr hängen die erkannten Tokens, die Vorschläge und die Entscheidungen dieser einen Arbeit.

Siehe auch: Assessment Object Model (AOM)

Beleg einer Entscheidung

Was speichert Laura zu einer Lehrer-Entscheidung?

Zu jeder Entscheidung hält Laura mehrere Schichten fest: die betroffene Stelle im Heft, den maschinell erkannten Text, den von der Lehrkraft bestätigten Text, die Sicherheitseinstufung und die Art der Entscheidung, dazu die nötigen Nachweisdaten. So lässt sich später lückenlos nachvollziehen, worauf eine Bewertung beruht und wer sie getroffen hat. Nichts bleibt dem Gedächtnis oder dem Zufall überlassen.

Jede Entscheidung bleibt vollständig belegt und rekonstruierbar.

Siehe auch: Entscheidungsart, Nachvollziehbare Spur

Entscheidungsart

Welche Arten von Entscheidungen gibt es?

Jeder Handgriff, den du machst, bekommt ein klares Etikett: annehmen, selbst korrigieren, unlesbar, gehört nicht dazu oder später ansehen. Diese Etikette sagt Laura genau, was du mit ihrem Vorschlag getan hast. Und sie ist die Weiche fürs Lernen: Nur bestimmte, bewusste Entscheidungen dürfen Lauras Bild einer Handschrift verändern, ein bloßes Durchklicken eben nicht.

So lernt Laura nur aus dem, was die Lehrkraft wirklich bestätigt hat.

Siehe auch: Korrektur-Entscheidung (Edit), Schutz vor falschem Lernen

Korrektur-Entscheidung (Edit)

Was passiert, wenn ich einen Vorschlag selbst korrigiere?

Manchmal liest Laura ein Wort falsch. Dann tippst du die richtige Fassung einfach ein, fertig. Dieses eine Mal genügt: Laura speichert deine Korrektur und behält sie im Blick, wenn dieselbe Handschrift wieder auftaucht. Wichtig ist nur, dass wirklich etwas dasteht, aus einem leeren Feld lernt sie nichts. So verbessert sie sich ausschließlich dort, wo du bewusst Hand angelegt hast.

Siehe auch: Entscheidungsart, Handschrift-Lernen (Writer-Adaptive Recognition)

Unlesbar-Entscheidung

Wie markiert man eine Stelle als unlesbar?

Mit der Unlesbar-Entscheidung markiert die Lehrkraft ein Token als nicht lesbar. Ein korrigierter Text ist dabei ausgeschlossen; die Entscheidung fließt als negatives Signal ins Schriftprofil ein. So bleibt „nicht lesbar“ ehrlich als solches erhalten, statt geraten zu werden.

Siehe auch: Entscheidungsart

Nicht-relevant-Entscheidung

Was bedeutet „nicht relevant“ bei einem Token?

„Nicht relevant“ kennzeichnet Tokens, die nicht ins Schriftprofil einfließen sollen, etwa Zeichnungen, Zahlen oder Sonderzeichen. Damit lernt Laura nur aus echtem Schrifttext und nicht aus Artefakten, die für die Handschrifterkennung keine Aussage haben.

Siehe auch: Entscheidungsart

Eskalation (Escalate)

Was passiert bei einer Eskalation?

Bei der Eskalation reicht die Lehrkraft eine Konfliktentscheidung an die Schulleitung weiter. Es entsteht ein Meta-Ereignis ohne Schriftprofil-Update, und eine Begründung ist Pflicht. Die Eskalation ist einer der geregelten Wege, wenn ein Konflikt nicht vor Ort auflösbar ist.

Siehe auch: Konflikt-Auflösung, Rationale (Begründung)

Merge-Edit-Strategie

Wie löst Laura zwei widersprüchliche Korrektur-Stände auf?

Bei der Merge-Edit-Strategie tippt die Lehrkraft einen neuen finalen Text, der beide widersprüchlichen Stände ersetzt. Daraus entsteht eine neue Edit-Entscheidung. Kein Stand wird still überschrieben; die Lehrkraft setzt bewusst den maßgeblichen Text.

Siehe auch: Konflikt-Auflösung, Korrektur-Entscheidung (Edit)

Konflikt-Auflösung

Was passiert, wenn dieselbe Klausur auf zwei Geräten korrigiert wurde?

Laura überschreibt nichts still, sondern fragt die Lehrkraft, welcher Stand gilt. Es gibt geregelte Strategien: lokalen Stand behalten, Server-Stand behalten, zusammenführen oder eskalieren. So bleibt die Auflösung eine bewusste Entscheidung mit Spur.

Siehe auch: Merge-Edit-Strategie, Eskalation (Escalate), Offline-Ablage

Manipulationssichere Kette

Wie sichert Laura, dass Entscheidungen nicht nachträglich verändert werden?

Alle Protokolleinträge einer Arbeit werden wie Kettenglieder miteinander verbunden: Jeder Eintrag trägt einen digitalen Fingerabdruck des vorherigen. Würde jemand einen Eintrag nachträglich verändern, passt der Fingerabdruck nicht mehr und die Kette bricht sichtbar. So ist sofort erkennbar, ob an der Entscheidungshistorie gedreht wurde.

Wie ein Siegel, das beim kleinsten Aufbrechen reißt.

Siehe auch: Unveränderbares Protokoll, GENESIS-Hash, Integritätsstatus

Unveränderbares Protokoll

Was ist ein unveränderbares Protokoll?

Ein unveränderbares Protokoll ist ein Verzeichnis, in das nur hinzugefügt werden kann; Ändern oder Löschen ist ausgeschlossen. Jede Korrekturentscheidung wird darin festgehalten wie ein Stempel im Logbuch, der später nicht mehr wegretuschiert werden kann. So bleibt die Historie ehrlich und vollständig, auch Wochen später. Was hineinkommt, bleibt drin, genau so, wie es war.

Wie ein Fahrtenbuch: Einträge kommen dazu, verschwinden aber nie.

Siehe auch: Nachvollziehbare Spur, Manipulationssichere Kette

Nachvollziehbare Spur

Was ist im Verlauf einer Bewertung nachvollziehbar?

Die Spur ist die durchgehende Kette aller Entscheidungen, mit Zeitpunkt, handelnder Person, Fingerabdruck und Begründung. Bei jeder Bewertung lässt sich damit zurückverfolgen, wer sie wann und mit welcher Begründung getroffen hat. Nichts geschieht anonym oder im Verborgenen, jeder Schritt ist zuordenbar. Das macht eine Note gegenüber Eltern wie Schulleitung belastbar.

Wer, wann, warum: bei jeder Bewertung ablesbar.

Siehe auch: Unveränderbares Protokoll, Manipulationssichere Kette

GENESIS-Hash

Was ist der GENESIS-Hash?

Der GENESIS-Hash ist der feste Start-Wert einer Hash-Chain pro Submission, der „vorherige Hash“ des allerersten Eintrags. Fehlt er, ist die Kette nicht sauber begonnen; seine Konstanz macht den Anfang jeder Audit-Kette eindeutig prüfbar.

Siehe auch: Manipulationssichere Kette, Integritätsstatus

Integritätsstatus

Wie zeigt Laura, ob eine Audit-Kette unversehrt ist?

Der Integritätsstatus fasst zusammen, ob die Audit-Kette einer Submission gültig ist oder wo sie beschädigt wäre, etwa Hash-Bruch, fehlender Start, verwaister Eintrag, doppelte Kennung oder Quarantäne. So ist maschinell erkennbar, ob den Daten zu trauen ist.

Siehe auch: Manipulationssichere Kette, GENESIS-Hash

Offline-Ablage

Was passiert mit Entscheidungen, wenn gerade kein Netz da ist?

Die Offline-Ablage ist eine kleine Warteschlange direkt im Browser: Fällt das Netz aus, werden Entscheidungen dort zwischengespeichert und beim nächsten Verbinden automatisch nachgereicht. So kann die Lehrkraft im Zug oder im Keller ohne Empfang weiterarbeiten, ohne dass eine einzige Entscheidung verloren geht.

Wie ein Postausgang, der wartet, bis wieder Verbindung da ist.

Siehe auch: Idempotenz, Konflikt-Auflösung

Idempotenz

Was verhindert doppelte Einträge beim Nachsenden?

Idempotenz heißt: Wird dieselbe Entscheidung mit derselben Kennung mehrfach gesendet, etwa nach einem Verbindungsabbruch, entsteht trotzdem nur ein Eintrag. Ein eindeutiger Index verhindert Duplikate, sodass Wiederholungen sicher sind.

Siehe auch: Offline-Ablage

Wort-Diff (LCS)

Wie zeigt Laura, was sich zwischen zwei Ständen geändert hat?

Der Wort-Diff nutzt den Algorithmus der längsten gemeinsamen Teilfolge (LCS), um hinzugefügte und entfernte Wörter farbcodiert sichtbar zu machen. In der Konflikt-Ansicht sieht die Lehrkraft so auf einen Blick, worin sich zwei Korrektur-Stände unterscheiden.

Siehe auch: Konflikt-Auflösung

Eine einzige Wahrheitsquelle

Warum widersprechen sich bei Laura keine zwei Stellen?

Hinter Laura steht das Prinzip einer einzigen Wahrheitsquelle: Jede Datenart ist genau einmal zentral festgelegt, und alle anderen Stellen leiten sich davon ab. So können keine widersprüchlichen Kopien entstehen, die mit der Zeit auseinanderlaufen. Was einmal richtig definiert ist, gilt überall gleich, ein Ort der Wahrheit statt vieler leicht abweichender Zettel.

Gespiegelte Struktur

Was ist eine gespiegelte Struktur?

Eine gespiegelte Struktur ist eine Ordnung, die an zwei Orten gleich aussieht: einmal als Weg durch die Web-Oberfläche und einmal als Ablage in der Datei-Struktur. Beide bilden dieselbe Hierarchie ab, sodass Navigieren und Ablegen zueinander passen. Man findet sich in der Bedienung genauso zurecht wie in der Ablage.

Handschrift-Lernen (Writer-Adaptive Recognition)

Wie wird Laura bei einer bekannten Handschrift besser?

Je öfter Laura die Handschrift eines Kindes sieht, desto besser entziffert sie sie. Für jede Schülerin und jeden Schüler legt sie sich nach und nach ein Gespür an: welche Buchstaben dieses Kind eigenwillig schreibt, wo du typischerweise korrigierst. Gefüttert wird dieses Gespür nur aus deinen bewussten Entscheidungen, nie aus eigenen, unbestätigten Vermutungen. Einmal erklärt, sitzt es.

Eine Eigenheit musst du im Idealfall nur ein einziges Mal korrigieren.

Siehe auch: Handschrift-Gedächtnis (WriterAtlas), Schreiber-Profil, Schutz vor falschem Lernen, Korrektur-Entscheidung (Edit)

Schutz vor falschem Lernen

Was schützt das Handschrift-Wissen vor falschem Lernen?

Damit Laura sich nichts Falsches angewöhnt, gibt es einen Türsteher fürs Lernen. Er lässt nur saubere Signale durch: deine echten, bewussten Entscheidungen. Ein Vorschlag, den niemand geprüft hat, oder zwei widersprüchliche Angaben kommen nicht rein. So bleibt das, was Laura sich über eine Handschrift merkt, immer auf dem gebaut, was du wirklich bestätigt hast, und verwässert nicht mit der Zeit.

Siehe auch: Handschrift-Lernen (Writer-Adaptive Recognition), Entscheidungsart, Handschrift-Gedächtnis (WriterAtlas)

Handschrift-Gedächtnis (WriterAtlas)

Was speichert das Handschrift-Gedächtnis?

Der WriterAtlas ist Lauras Gedächtnis für Handschriften: für jedes Kind hält er fest, welche Buchstaben es gern verwechselt, welche Korrekturen bei ihm immer wieder vorkommen und wie sicher Laura sich bei dieser Schrift schon fühlt. Er füllt sich ausschließlich aus deinen bewussten Entscheidungen. Deshalb musst du eine Eigenheit im Idealfall nur einmal erklären, danach erkennt Laura sie von allein wieder.

Siehe auch: Schreiber-Profil, Handschrift-Lernen (Writer-Adaptive Recognition), Schutz vor falschem Lernen

Schreiber-Profil

Was ist ein Schreiber-Profil?

Das Schreiber-Profil ist die Seite im Handschrift-Gedächtnis, die zu genau einem Kind gehört: die Eigenheiten seiner Schrift, aus denen Laura eine treffsichere Erkennung ableitet. Es wächst nur durch das, was du bewusst entscheidest, nie durch stille Vermutungen. Einmal Gelerntes wird sauber verwahrt und beim nächsten Aufsatz desselben Kindes von allein wieder angewandt.

Siehe auch: Handschrift-Gedächtnis (WriterAtlas), Handschrift-Lernen (Writer-Adaptive Recognition)

Behutsamer Technik-Umbau

Wird Laura im Hintergrund umgebaut, ohne dass die Korrektur leidet?

Ja, und bewusst schrittweise. Die erprobte Korrektur-Engine, die schon an echten Klausuren getestet ist, wird nach und nach in eine sauberere, langfristig tragfähige Struktur überführt. Bis dieser Umzug abgeschlossen ist, bleibt die bewährte Fassung die maßgebliche. Es wird also kontrolliert umgezogen statt riskant alles auf einmal umgestellt.

Umzug bei laufendem Betrieb: erst einziehen, wenn das neue Zuhause wirklich steht.

Direkt im Browser nutzbar

Muss ich für Laura etwas installieren?

Nein. Laura läuft direkt im Web-Browser: ohne Installation, ohne Update-Pflege, ohne Extra-Programm auf dem Schulrechner. Man öffnet einfach die Seite und legt los. Das hält die Nutzung einfach und schnell und sorgt dafür, dass sich Laura auf jedem Gerät gleich und vorhersehbar verhält, ob Laptop zu Hause oder Rechner im Lehrerzimmer.

Kein Download, kein Admin-Termin mit der IT: Seite öffnen und loslegen.

XMP-Freigabe-Metadaten

Woran erkennt man, dass ein PDF von der Lehrkraft freigegeben wurde?

Lauras exportierte PDFs tragen ein XMP-Metadatenfeld, das die Lehrkraft-Freigabe markiert, sobald final bestätigt wurde. Damit ist maschinell prüfbar, dass ein Dokument den vollständigen Freigabe-Weg durchlaufen hat und nicht ein Zwischenstand ist.

Siehe auch: No-Surprises-PDF

Inline-Korrektur-Overlay

Wie erscheinen Korrekturen auf dem digitalisierten Original?

Das Inline-Overlay legt Korrekturzeichen direkt auf das digitalisierte Original, verankert an der Position des betreffenden Wortes (Bounding Box). Im Adjust-Modus kann die Lehrkraft Marker verschieben, sodass die Korrektur genau an der richtigen Stelle sitzt.

Siehe auch: Korrekturzeichen, Tokens (OCR-Tokens)

Erkennungsgüte, Qualität & Fairness

Wie Laura misst, wie gut die Erkennung ist, und wie geprüft wird, dass kein Kind wegen schwer lesbarer Schrift benachteiligt wird.

Zeichen-Fehlerrate (CER)

Was ist die Character Error Rate?

Die Zeichen-Fehlerrate (CER) misst den Anteil falsch erkannter Zeichen an allen Zeichen, je niedriger, desto besser. Sie ist eine Standard-Kennzahl der Texterkennung und wird pro Abgabe gemessen und über mehrere Abgaben aggregiert.

Standard-Metrik; genannte Zielmarken sind interne Ziele, kein gemessenes Live-Ergebnis.

Siehe auch: Wort-Fehlerrate (WER)

Wort-Fehlerrate (WER)

Was ist die Word Error Rate?

Die Wort-Fehlerrate (WER) ist das Pendant zur CER auf Wort-Ebene: der Anteil falsch erkannter Wörter an allen Wörtern. Sie zeigt die Erkennungsgüte dort, wo für die Korrektur letztlich ganze Wörter zählen.

Standard-Metrik; Zielwerte sind interne Ziele, keine belegte Live-Messung.

Siehe auch: Zeichen-Fehlerrate (CER)

Grün-Wort-Präzision (GWP)

Wie zuverlässig sind die grün markierten Wörter?

Die Grün-Wort-Präzision misst, wie oft ein als „grün“ (sicher) eingestuftes Wort nach der Lehrer-Prüfung tatsächlich angenommen wurde. Sie ist die Qualitäts-Kennzahl dafür, ob die Ampel bei „grün“ wirklich sicher ist.

Zielwert lt. Produktdoku; kein gemessenes, veröffentlichtes Live-Ergebnis.

Siehe auch: Konfidenz-Ampel, Konfidenz-Klasse

Bias-Check

Wie stellt Laura Fairness bei schwer lesbarer Schrift sicher?

Beim Bias-Check prüft Laura vor einem Roll-out, ob eine einzelne Handschrift systematisch anders behandelt wird als der Rest der Klasse. Auffällige Fälle werden manuell überprüft, damit kein Kind benachteiligt wird, nur weil seine Schrift schwerer zu lesen ist.

Pädagogik-Praxis, Produkt & Betrieb

Begriffe aus dem Schulalltag rund um Laura, von der Lehrplan-Anbindung über Vertretung bis zu den Kanälen, über die Schulen Laura kennenlernen.

Curriculum-Mapping

Wie bildet Laura verschiedene Lehrpläne ab?

Curriculum-Mapping übersetzt die KMK-Bildungsstandards in bundesland-spezifische Rubrik-Vorlagen. So lässt sich derselbe Kern (z. B. eine Textsorte) an die Vorgaben verschiedener Länder anpassen, statt für jedes Land alles neu zu schreiben.

Umsetzung als BASE+OVERLAY+RESEARCH-Lehrplan-Schicht in der Engine.

Siehe auch: KMK-Standards, Föderalismus-Mapping

Föderalismus-Mapping

Warum braucht eine Schul-Software eine Länder-Schicht?

Bildung ist Ländersache: 16 Bundesländer haben eigene Lehrpläne, Notenschlüssel und Schulstrukturen. Das Föderalismus-Mapping ist die Sicht auf genau diese Länder-Unterschiede, technisch dasselbe wie das Curriculum-Mapping.

Siehe auch: Curriculum-Mapping

KMK-Standards

Was sind KMK-Standards?

Die KMK-Standards sind die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz, der länderübergreifende Kern. In Laura bilden sie die Normalisierungs-Schicht, auf der das bundeslandspezifische Curriculum-Mapping aufsetzt.

Siehe auch: Curriculum-Mapping

Vertretungspaket

Was steckt in einem Vertretungspaket?

Das Vertretungspaket ist eine Übergabe für eine Vertretungs-Lehrkraft, z. B. Sitzplan, Förderbedarfe und Schlüsselinformationen. Der Zugriff ist sensitivitätsgesteuert: Die Vertretung sieht nur, was sie für den Tag wirklich braucht, nicht mehr.

Zugriff über Capability-Token gesteuert (Datensparsamkeit).

Founding Teacher Cohort

Was ist die Founding Teacher Cohort?

Die Founding Teacher Cohort ist eine kleine Gruppe erster Lehrkräfte, die Laura als Design-Partner einsetzen und regelmäßig Rückmeldung geben. Sie prägen die Produkt-Entwicklung im engen Austausch mit dem Team.

Programm-Beschreibung; konkrete Teilnehmerzahlen sind Planwerte.

Siehe auch: Sounding Call

Sounding Call

Was ist ein Sounding Call?

Ein Sounding Call ist ein kurzes, regelmäßiges Lehrer-Interview während der frühen Partner-Phase. Er sammelt strukturiertes Feedback aus dem echten Korrektur-Alltag, das direkt in die Weiterentwicklung einfließt.

Siehe auch: Founding Teacher Cohort

Paste-an-Exam (Demo-Sandbox)

Wie kann ich Laura ausprobieren, ohne echte Daten hochzuladen?

Bei „Paste-an-Exam“ fügt eine Lehrkraft ein synthetisches oder anonymisiertes Klausur-Schnipsel in die Demo-Sandbox ein und sieht Laura live korrigieren. Als harte Grenze gilt: kein echter Schülertext; die Demo ist bewusst PII-frei.

Privacy-Boundary: nur synthetische/anonymisierte Eingaben.

Schul-Pack

Was bekommt eine Schulleitung im Schul-Pack?

Das Schul-Pack bündelt die Unterlagen, die eine Schulleitung für die Einführung braucht, z. B. Datenschutz-Folgenabschätzung, AVV-Vorlage, Rubrik-Vorlagen und ein Notfall-Runbook. Es ist der Einstiegs-Ordner für die datenschutzrechtliche Prüfung.

Siehe auch: Auftragsverarbeitung (AVV), Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA)

Barrierearmer Modus

Ist Laura auch ohne Maus und mit Sehbehinderung nutzbar?

Der barrierearme Modus zielt auf volle Tastatur-Navigation, aussagekräftige ARIA-Beschriftungen, hohen Kontrast und Schrift-Skalierung, sodass sich Bewertungs-Abläufe auch ohne Maus bedienen lassen. Barrierefreiheit wird laufend geprüft, nicht einmalig behauptet.

Ziel-Kriterien (u. a. hoher Kontrast); Konformität wird per Accessibility-Audit geprüft, nicht pauschal garantiert.

Rationale (Begründung)

Wann muss eine Entscheidung begründet werden?

Für nicht mehr umkehrbare Konflikt-Auflösungen verlangt Laura eine kurze Begründung (Rationale). Sie hält fest, warum die Lehrkraft so entschieden hat, und macht die Entscheidung später im Audit-Trail nachvollziehbar.

Siehe auch: Eskalation (Escalate), Nachvollziehbare Spur

Teacher Font Studio

Kann Laura in meiner eigenen Handschrift korrigieren?

Ja. Das Teacher Font Studio erfasst deine Handschrift und macht daraus eine eigene Schrift für den PDF-Export. Die Korrekturen im fertigen Feedback-PDF erscheinen dann in deiner vertrauten Handschrift statt in einer neutralen Computerschrift. Für Kinder und Eltern wirkt die Rückmeldung dadurch persönlich, so, als hättest du wie immer mit dem Rotstift an den Rand geschrieben.

Deine Handschrift, digital gesetzt: die Rückmeldung bleibt persönlich.

Korrekturassistent

Ist Laura ein KI-Lehrer?

Nein. Laura versteht sich als Korrekturassistent, ein Arbeitsplatz für Lehrer-Entscheidungen, nicht als ersetzender KI-Lehrer. Die KI bereitet vor und schlägt vor; die pädagogische Entscheidung bleibt bei der Lehrkraft.

Produkt-Positionierung (MASTERPLAN).

Siehe auch: Human-in-the-Loop, Die Lehrkraft entscheidet

Konkret weiterlesen

Vom Begriff zur Anwendung: die Kern-Seiten von Laura für die tägliche Korrektur.